Hotel mit Hund: Die eine Frage, die alles entscheidet
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Du willst weg. Dein Hund auch. Und dann stehst Du im Hotelzimmer und merkst: Hundefreundlich kann alles heißen - von „Napf steht bereit“ bis „Hund ja, aber bitte unsichtbar und lautlos“.
Damit Dir genau das nicht passiert, kommen hier 12 Fragen, die Du vor der Buchung klären solltest. Plus die eine Frage, die man sich oft nicht traut zu fragen, obwohl sie später den ganzen Aufenthalt entscheiden kann.
- Ist „Hund erlaubt“ wirklich gleich „hundefreundlich“?
Das klingt banal, ist aber entscheidend. Manche Hotels erlauben Hunde unter bestimmten Bedingungen, die im Alltag aber schnell nerven. Wie z. B.: Hunde nur in bestimmten Etagen, keine Mitnahme in Lobby, ins Restaurant, kein Alleinbleiben, bestimmte Größen ausgeschlossen. Frag nach den konkreten Regeln, nicht nur nach dem „Ja“.
- Welche Hunde sind erlaubt: Größe, Anzahl, Rasse, Gewicht.
„Kleine Hunde ok“ wird manchmal sehr frei interpretiert. Klär: Gewichtslimit, Schulterhöhe, Anzahl pro Zimmer und ob ein zweiter Hund extra kostet.
- Wie hoch ist die Gebühr und was ist darin enthalten?
Pro Nacht, pro Aufenthalt oder pro Hund? Und: Gibt es dafür z. B. Napf, Decke, Kotbeutel, Gassi-Karte oder ist es nur der „Eintritt“?
- Darf Dein Hund auch allein im Zimmer bleiben?
Das ist für viele der Knackpunkt. Manche Hotels erlauben es gar nicht, andere nur „kurz“, manche nur mit Box. Wenn Du mal frühstücken willst oder kurz ins Spa: besser vorher wissen, was erlaubt ist.
- Gibt es einen ruhigen Rückzugsort im Zimmer?
Wichtig für entspannte Nächte: genug Platz, nicht direkt neben der Tür, nicht mitten im Durchgang. Ein Hund, der keinen sicheren Platz findet, findet oft andere Aufgaben, wie zum Beispiel Flurgeräusche kommentieren.
Kleiner Wink: Genau hier ist ein Hunderucksack praktisch, der sich als Ruheplatz nutzen lässt. Du hast dann sein "Zuhause“ immer dabei - auch im Hotel, auch wenn das Zimmer ungewohnt ist.
- Wie sind die Böden - rutschig oder griffig?
Teppich, Fliesen, glatter Laminatboden oder Hochglanz - manche Hunde fühlen sich unsicher. Frag nach dem Bodenbelag oder schau Dir die Fotos genau an.
- Gibt es einen Aufzug, falls es viele Treppen gibt? Besonders in kleinen oder Boutique-Hotels ist das oftmals problematisch.
Klingt unwichtig, bis Du nachts um 23 Uhr raus musst. Gerade Dackel sollten keine Treppen laufen. Auch hier ist der Rucksack wieder eine große Hilfe.
- Wo ist die nächste Gassi-Option und wie komme Ich da hin?
Gibt es direkt am Hotel eine Grünfläche? Oder musst Du erst 10 Minuten durch die Innenstadt? Frag ruhig konkret: „Wo gehen Gäste mit ihren Hunden morgens als Erstes hin?“
- Frühstück & Restaurant: Darf Dein Hund mit?
Viele Hotels sind hundefreundlich - bis zum Frühstück. Kläre im Vorfeld: Hund im Frühstücksraum ja/nein, Alternative (Terrasse, Nebenraum) oder Roomservice.
- Gibt es Regeln zu Leinenpflicht im Hotel?
Auf Fluren, in der Lobby, im Außenbereich? Manche Häuser bestehen auf kurzer Leine, andere sind entspannt. Wenn Dein Hund in engen Situationen schnell aufdreht, hilft Dir Klarheit.
- Wie hellhörig ist das Hotel?
Das ist die heimliche Stressquelle. Frag: Sind die Zimmer hellhörig? Oder noch konkreter: Gibt es viele Familienzimmer oder Gruppen? Je ruhiger das Umfeld, desto besser schlaft Ihr.
- Was passiert im Notfall: Tierarzt, Nachtapotheke, nächstes Krankenhaus?
Nicht dramatisch denken, nur schlau. Ein seriöses Hotel kann Dir mindestens sagen, wo der nächste Tierarzt ist oder ob es eine Empfehlung gibt.
Und jetzt die eine Frage, die Du Dich nicht traust zu fragen (aber solltest)
- Was machen Sie, wenn sich andere Gäste über Hunde beschweren? Ja, das ist unangenehm. Aber es entscheidet, ob Du entspannt bleibst oder ständig das Gefühl hast, auf Zehenspitzen zu leben.
Die Antwort verrät Dir viel:
Eine gute Antwort: „Wir wissen, dass Hunde dazugehören, wir lösen das ruhig, wir sprechen erst mit den Gästen und suchen gemeinsam eine Lösung.“
Schwierige Antwort: „Dann muss der Hund raus/weg/ins Auto.“ oder ein ausweichendes „Kommt drauf an…“
Mini-Check: Was Du dem Hotel vorab schreiben kannst (Copy-Paste)
Hallo, Ich möchte gerne bei Ihnen buchen und habe einen Hund dabei. Können Sie mir kurz Infos zu den folgenden Punkten geben?
- Sind alle Hunde erlaubt oder nur bis zu einer maximalen Größe/einem maximalen Gewicht?
- Wie viele Hunde sind pro Zimmer erlaubt?
- Ist die Gebühr pro Nacht oder pro Aufenthalt? Ggf. pro Hund?
- Darf mein Hund kurz allein im Zimmer bleiben?
- Darf mein Hund mit zum Frühstück (oder gibt es eine Alternative)?
- Gibt es eine ruhige Gassi-Möglichkeit in der Nähe?
Vielen Dank!
Hotel-Packliste: klein, aber clever (und ideal im Hunderucksack)
Wenn Du mit Hunderucksack reist, hast Du im Hotel alles griffbereit und musst nicht ständig „wo ist das jetzt?“ spielen:
- Leine + Ersatzleine
- Kotbeutel
- Napf (oder faltbarer Napf)
- Futter für 1–2 Tage extra
- Lieblingsdecke oder vertrauter Geruch (kleines Tuch reicht oft)
- 2–3 Lieblingssnacks (für Ankommen, Aufzug, Lobby)
- kleines Handtuch (Pfoten abwischen)
- Mini-Reiseapotheke (z. B. Zeckenzange, Desinfektion, Verband)
- Spielzeug (ggf. kein Quietschen, wenn das Hotel hellhörig ist)
- Hunderucksack
Wenn Dein Hund im Hunderucksack bereits gerne sitzt oder liegt, kannst Du ihn im Zimmer damit oft schneller „ankommen“ lassen. Du stellst den Rucksack ab, öffnest ihn und Dein Hund hat sofort einen bekannten Platz.
Zum Schluss: Du willst nicht perfekt planen – nur entspannt ankommen
Mit diesen Fragen buchst Du nicht „irgendein“ Hotel, sondern eines, das zu Euch passt. Und wenn Du Dir das Ganze für die nächste Reise speichern willst:
Hier sind die Fragen als Checkliste + die Packliste als "Hotel-Ready-Setup", damit Du vor Ort weniger Stress und mehr Urlaub hast.